Erlebte Literatur – Lesen als Kunst 

Literaturstunden nehmen in der LITERARISCHEN PRAXIS von Peter Bowa in Stuttgart 

 

 

Peter Bowa hatte die Idee zu dem Projekt und baut es seit 2015 aus. In den privaten Literaturstunden nimmt er die Rolle eines Co-Readers ein und ermöglicht so durch vertieftes Lesen Literaturbegeisterten einen neuen individuellen Zugang zu ihrem Buch.

 

Mit mehreren Rezipienten, in der Regel in Einzelsitzungen oder kleinen Gruppen, auch mit Paaren, behandelten wir in den vergangenen Jahren über mehrere Literaturstunden hinweg (die einzelne Literaturstunde entspricht einer Doppelstunden = 120 Minuten) u.a. "Anna Karenina" von Leo Tolstoi, "Der Steppenwolf" von Hermann Hesse, "Strudlhofstiege" von Heimito von Doderer, "Stoner" von John Williams, "Nachtzug nach Lissabon" von Pascal Mercier, "Meine geniale Freundin" von Elena Ferrante, das Gedicht "Der Panther" von Rainer Maria Rilke, aber auch Fachbücher wie "Das Gedächtnis des Körpers" von J. Bauer. Die Teilnehmer entscheiden selbst über Auswahl und Setting. Im Klassiker-Projekt gab es auch Theaterbesuche incl. vorbereitender wie nachbereitender Literaturstunden, z.B. zu Brecht-Stücken am Stuttgarter Staatstheater.

 

Während jeder Literaturstunde mit ihren jeweils individuell besonderen Teilnehmern, sowie den dabei zur Anwendung kommenden unterschiedlichen Büchern, Stücken, Inhalten, auftauchenden Fragestellungen usw. mache ich ausführliche Aufzeichnungen („Chroniken“). Sie erweisen sich als sehr wertvoll für die Vertiefung und Weiterentwicklung bestimmter Gedanken oder auch Erkenntnisfortschritte. Jede Literaturstunde (empfohlen sind mehrere, etwa 5 bis 10) beginnt deshalb in der Regel mit einer gemeinsamen Erinnerung an die vorangegangene - nichts Wesentliches soll ja verloren gehen und nicht selten erweist sich diese Wiedergabe als besondere Quelle und Erlebnis. (Wobei die vom Co-Reader vorbereiteten und ausgewerteten Chroniken die Grundlage sind, die Rezipienten selbst haben zwischen den Literaturstunden keine „Hausaufgaben“ zu erfüllen.)

Neben der eigenen Literarischen Praxis möchten wir das Projekt als Zukunftsidee in der Öffentlichkeit vermitteln und die Konzeption dafür auch theoretisch noch mehr ausarbeiten. Geplant ist dazu in absehbarer Zeit eine Studie, in der die bisherigen Erfahrungen – mit anonymisierten Daten beschrieben und ausgewertet werden sollen. Aber auch schon gegenwärtig wird an Vorträgen und der Vorbereitung von Seminaren gearbeitet, um die Rezeptionsästhetik und in diesem Zusammenhang das Potenzial des Projekts „DIE LITERARISCHE PRAXIS“ bekannter zu machen. Alles in allem möchten wir  in den schnelllebigen Zeiten des Internet samt seinen vielfach zur Oberflächlichkeit verführenden Lesegewohnheiten – neue Wege bahnen zu Literatur, Lesen und Kunst. Damit hoffen wir, alle Generationen – und verstärkt auch die jüngere Generation zu erreichen. 

 

Kontakt: Peter Bowa, Jägerhalde 92, 70327 Stuttgart, paperback-writer@gmx.de